Das Geschenk aller Geschenke

Das Geschenk aller Geschenke oder warum Martin Luther so gern Weihnachten feierte.

Einige Weihnachtslieder hat Luther selbst ge­schrieben. Da steht allerdings nicht so viel von Äpfeln, Nüssen und Mandelkernen.

Wenn wir den Winter schnell mit adventlicher Gemüt­lichkeit verbinden, haben Menschen des Spät­mittelalter wohl eher an kalte Räume, einen schmalen Speisezettel und vermehrte Krank­heiten gedacht.

Warum hat Martin Luther vermutlich aber doch sehr gern Weihnachten gefeiert?

Dies ist das Fest der Geburt Jesu; und damit für Luther eine Kern­-Geschichte, wie der Mensch überhaupt Verbindung zu Gott be­kommt. Denn Gott drängt und zwängt sich selbst in alles Menschliche hinein. So dichtet Luther: „Den aller Weltkreis nie beschloss, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein wor­ den klein, der alle Ding erhält allein.“ (EG­ Lied 23)

Und was passiert, wenn Gott, der Schöpfer, selbst klein, säuglingshaft wird: Da wird alles Kleine, Säuglingshafte geadelt, groß und wichtig gemacht. Und überall, wo es bisher dunkel war, wo Menschen nur Dunkel gese­hen haben, muss es hell werden, weil Gott drin steckt, der Schöpfer des Lichts. Ja, noch besser: Gott macht die Menschen selbst zu Trägern des Lichtes: „Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leuchtet wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht.“

Dazu kann kein Mensch etwas beitragen. Das einzige, was man mit so einem und mit jedem Geschenk sinnvoll machen kann, ist: sich zu freuen.

In vielen Gottesdiensten in diesem Jahr, in Predigten und auch am Reformationstag, ha­ben wir über dieses Geschenk nachgedacht.

Ein Ausgangspunkt für diese Gedanken wa­ren die 95 Thesen. Unsere Konfirmand*innen haben sie am 31.10. eindrucksvoll komplett gelesen. Eine erleuchtende Einführung in die Thesen gab uns Dr. Axel Ehlers.

Auf vielfachen Wunsch drucken wir den Text ab. Ich empfehle sehr, diese Seiten zu lesen; denn dort wird deutlich, was Luther wollte und gibt uns Hinweise, wie wir die nächsten Wochen verbringen können: In großer Vorfreude auf das Geschenk aller Ge­schenke.

Diese Vorfreude wünsche ich Ihnen und Euch von Herzen.

Ihr / Euer Pastor Axel Kawalla

Posted in Editorial, Melanchthonzeitung

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