Das Ende. Das Ende?

Das Ende. Das Ende?

Diese Ausgabe der Melanchthonzeitung ist die letzte, die Sie in Händen halten werden. Schauen wir zurück auf eine Erfolgsgeschich­te:

Ende der 1980er Jahre hat Heide Welland, damals KV Mitglied, die Melanchthonzei­tung ins digitale Zeitalter gehievt. Nicht mehr Kleber und Papier waren ihr Hand­werkszeug, sondern die Zeitung wurde von nun an digital erstellt, eine Meisterleistung in der Steinzeit der Computer! Frau Welland verpasste der Zeitung das unverwechselbare Gesicht mit dem großen Wiedererkennungs­wert, das bis heute geblieben ist.

Bis ins Jahr 2001 war Frau Welland verant­wortlich für die Zeitung, danach übernahm Michael Grau und nach ihm Michael Prüfer die Arbeit als Redakteur.

Seit der Ausgabe Oktober/November 2008

leitet Gerda Meinhardt die Geschicke der Zeitung. Zusammen mit ihrem Sohn Ulf Meinhardt entwickelte sie ein neues Layout. 93 Ausgaben lang hat Frau Meinhardt Texte bearbeitet, redigiert und gut in Szene ge­setzt.

Gerda Meinhardt

Verlässlich alle zwei Monate hat sie zwölf bis sechzehn Seiten mit Texten und Bildern di­verser Autoren gefüllt, hat Änderungen und Zusätze angeregt, manchmal Kürzungen ge­fordert oder Lücken mit Fotos geschlossen. Pünktlich wie ein Uhrwerk erinnerte sie ihre Pappenheimer an den nahenden Redakti­onsschluss. Und mir ist es in den vielen Jah­ren nicht gelungen, früher dran zu sein als sie, vielmehr musste ich öfter um „Verlänge­rung“ bitten, weil noch dieses und jenes fehlte, um den Artikel zu vervollständigen. Mit bewunderungswürdiger Geduld hat Frau Meinhardt all dies hingenommen und so lange die Texte hin­ und hergeschoben, bis alles passte und nichts weggelassen werden musste.

Und nun soll nach so vielen Jahren Schluss sein, nach fast 100 Ausgaben unter der Ägi­de von Frau Meinhardt?

Ja und nein.

Die drei Gemeinden Melanchthon, Bugenha­gen und Timotheus haben vereinbart, eine gemeinsame Gemeindezeitung herauszuge­ ben. Die Ausgabe April/Mai 2024 soll die erste Ausgabe der gemeinsamen Zeitung dieser drei Gemeinden sein.

Bei den Besprechungen zur neuen Zeitung hat Frau Meinhardt noch ihre Erfahrung ein­ gebracht, aber auch deutlich gesagt: Dann ist für mich Schluss.

Und so geht nun die Ära der eigenständigen Melanchthonzeitung zu Ende, sie wird Teil der gemeinsamen Gemeindezeitung mit Bu­genhagen und Timotheus.

Und nach 15 Jahren beendet Gerda Mein­hardt ihre Tätigkeit als Redakteurin und Lay­outerin.

Vielen, vielen Dank, liebe Frau Meinhardt, für das Engagement und die Lie­be, die Sie in jede einzelne Ausgabe gesteckt haben! Vielen Dank dafür, dass Sie aus dem Material, das Ihnen geliefert wurde, immer das Beste gemacht haben!

Ein ebenso großer Dank geht an Ihren Sohn Ulf Meinhardt für die Fotoredaktion und an Bert Ungerer, der mit Hingabe jeden Tipp­fehler und jedes falsche Satzzeichen aufge­spürt hat.

Also doch nicht das Ende? Also doch nicht das Ende!
Es wird weiter eine Gemeindezeitung ge­ben. Und diese Zeitung hat auch schon einen Namen: MeBuTi.

Einiges wird anders werden: Es wird Berichte aus allen drei Gemeinden geben, eine große Terminübersicht in der Mitte zum Heraus­ nehmen, die wichtigsten Adressen und Ak­ teure der beteiligten Gemeinden werden aufgelistet.

Vieles bleibt aber auch gleich:
Das Format, der Erscheinungsrhythmus, die Schriftgröße für die gute Lesbarkeit. Und et­ was wird auch anders: Jede Ausgabe von MeBuTi erscheint im Vierfarbdruck.

Und so schließe ich mit großen Lob und großem Dank für Frau Meinhardt und der Hoffnung, dass MeBuTi genauso eine Er­folgsgeschichte erlebt wie die Melanchthon­zeitung.

KATRIN WIEDERSHEIM