ANGEDACHT.

Liebe Leser*innen,

dieser Satz ist der Spitzensatz des sogenannten ‚Hohelieds der Liebe‘ im Neuen Testament und einer der beliebtesten Konfirmationssprüche. Drei Symbole stehen für diese Worte: Ein Herz für die Liebe. Ein Kreuz für den Glauben. Ein Anker für die Hoffnung.

Glaube, Liebe, Hoffnung. Das ist leicht, wenn die See ruhig ist und das Leben schön.
Dann ist das alles einfach da. Das Herz schlägt vol-ler Freude. Der Glauben an mich, an die anderen, an Gott ist einfach da. Die Hoffnung ist sicher verankert.

Dann gibt es aber auch die unruhigen Zeiten im Leben. Weil etwas anders läuft als geplant. Weil einer krank ist, den ich lieb habe, weil ein Abschied ansteht oder ein Streit die Laune vermiest. Weil Krieg ist. Dann braucht man sie besonders: Glaube, Liebe Hoffnung. Aber woher kommt es dann?

Ich glaube, dass man sich in guten Zeiten Anker schafft, die man im Sturm auswerfen kann. Mit den Konfirmand*innen haben wir über diese Anker gesprochen: Für die Konfis ist das oft die Liebe der Eltern, auf die sie sich auch im Sturm verlassen können. Die Verbindung zu Freundinnen und Freunden. Und der Glaube.

Glaube klingt erstmal so groß, aber vielleicht ist das nur eine ganz kleine Hoffnung, ein kleiner Anker irgendwo: Daraus wächst Vertrauen darauf, dass am Ende alles gut ausgeht, dass auch aus dem größten Schmerz etwas Gutes entstehen kann, Dass es im- mer Hoffnung geben wird, dass Menschen eigentlich solidarisch sind und es viel mehr Liebe in der Welt gibt als Hass.

Davon erzählen auch die Geschichten aus der Bi- bel, die wir mit den Konfis geteilt haben und auch die können Hoffnungsanker sein. Zum Beispiel dieser Spruch aus dem Ersten Brief an die Korinther: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Pastorin Claudia Maier