Erinnern Sie sich? Wollen Sie Kirchenfenster erwerben?

Fast vier Jahre ist es nun her, dass unsere umgebaute Kirche neu geweiht wurde.
Nach angemessener Umbauzeit zeigte sich uns eine behutsam modernisierte Kirche. Ei­ne Kirche, die viele Elemente behalten hat, die sie „melanchthontypisch“ gemacht ha­ben. Der Altar sowie das hölzerne Kreuz der Altarrückwand, das Taufbecken, die Orgel, alle diese zentralen Stücke sind geblieben. Der erste Gottesdienst nach dem Umbau hat sich nicht so fremd angefühlt. Auch die Buntglasfenster sind geblieben. Alle Fenster?

Nein, für alle 15 der zuvor eingebauten Fenster fand sich leider kein Platz mehr. Acht Fens­ter wurden wieder eingesetzt: jeweils zwei in den Windfängen und drei in dem großen Westfenster.

Die Buntglasfenster – französisches Dickglas, dalle de verre, in Beton, – jedes ca. 250 bis 300 kg schwer, – wurden in einem Reforma­tionsgottesdienst 1982 von Pastor Parisius eingeweiht.

Bis es jedoch so weit war, verging viel Zeit. Zeit, in der die Gemeinde und der damalige Kirchenvorstand gemeinsam gerungen, ge­plant und beraten haben.

Schaut man sich die dazugehörigen Kirchak­ten an und liest den regen Schriftwechsel, kann man einen guten Eindruck gewinnen, mit wie viel Herzblut alle Mitglieder der Ge­meinde Anteil an den neuen Fenstern ge­nommen haben.

Nachdem geklärt war, dass die Kirche bunter werden sollte, musste zunächst ein Künstler gefunden werden, der sich für dieses Vorha­ben auszeichnen konnte.

Bereits 1978 gab es in der Gemeinde eine Umfrage zur Gestaltung der Kirchenfenster. Nach Gemeindeversammlungen zu diesem Thema und Fahrten, um bereits verwirklichte Projekte der Künstler anzuschauen, fiel die Wahl schließlich auf den 1933 in Hannover geborenen Hans­Jürgen Breuste.

Nach weiterem engagierten Ringen um die Gestaltung der Fenster – einfach sollten sie sein und nicht so viele Farben enthalten, – hat man dann eine Anregung von Herrn Breuste aufgenommen, nämlich Worte in die Bilder zu integrieren.

Die Technik der Betonglasfenster ließ und lässt keine langen Sätze zu. Wie Pastor Pari­sius formulierte, eröffnete sich durch einzel­ne Worte die Möglichkeit, selbst zu entschei­den, wie die jeweilige Aussage zu vollenden sei. Er wies auf den „gut lutherischen Ge­danken hin, dass der Christ sich nicht von der Kirche sagen lässt, was er zu denken habe“.

Wie eingangs erwähnt, wurden im Jahr 1982 15 Buntglasfenster eingebaut. Jedes Fenster kostete damals 2.250 DM. Realisiert werden konnte dieses Vorhaben auch materiell nur mit Hilfe der Gemeinde. Insgesamt wurden großzügige 24.000 DM gespendet.

Vor diesem Hintergrund, dem ideellen und finanziellen Engagement, ist es sehr schade, dass sieben Fenster nicht wieder verbaut werden konnten.

Sieben Fenster sind nun eingelagert und können nicht zur Geltung kommen.

Die Witwe des inzwischen verstorbenen Hans­Jürgen Breuste würde die Fenster zu­rücknehmen und ebenfalls eingelagert in den Nachlass ihres Mannes einordnen. Dies wäre eine Möglichkeit, mit den Fenstern umzugehen.

Wir möchten Ihnen, liebe Gemeinde, die Ge­legenheit geben, gegen eine Spende ein einzelnes oder auch mehrere Fenster zu er­werben.

So wie die Fenster zunächst die Kirche innen bunter gemacht haben, würden wir mit Ihrer Spende den Kirchgarten weiter bunt be­pflanzen.

Vielleicht hat der eine oder die andere unter Ihnen auch eine schöne Idee, die Fenster zu integrieren. Vielleicht können wir alle das ei­ne oder andere Fenster weiterhin auf der Bult bewundern…

Einige der zur Verfügung stehenden Fenster sind hier zu se­hen, ihre volle Schönheit zeigen sie aber im Gegenlicht bei Sonnenschein.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Pastor Axel Kawalla. Telefon: 81 35 51

E­Mail: Axel.Kawalla@evlka.de

DR. SANDRA FISCHER

Posted in Lebendige Gemeinde, Melanchthonzeitung