Das ist ja die Krone!

Ja, auf der Titelseite sehen Sie die Krone, die in unserer Kirche bis zum Umbau als Fenster unter einer der alten Emporen zu sehen war. Und sie strahlt so, dass ich mich heute frage, warum wir diese Krone in der neuen Melan­chthon­ Kirche nicht irgendwo untergebracht haben.

Als Motiv in unserer Kirche leuchtet mir die Krone unmittelbar ein: Die Krone der Schöpfung, das ist doch der Mensch. Der Mensch ist das intelligente Wesen und hat Macht über alle andere.

Die Bibel erzählt da­ von, dass der Mensch den Auftrag bekam, sich die Erde „untertan zu machen“; das heißt schon irgendwie, dass der Mensch die Krone auf dem Kopf hat. Es steht in der Schöpfungsgeschichte allerdings nichts da­ von, sich andere Menschen „untertan zu ma­chen“.

Das Pfingstfest, das wir am 4. Juni begehen, ist ein Anlass, darum zu bitten, Gott möge seinen Geist über die Menschen ausgießen. Geist für die Menschen heißt in diesem Som­ mer für mich, Gott möge viele dazu bringen, weniger auf ihre Krone zu pochen und ihren Machtanspruch gegenüber anderen durch­ zusetzen; viel wichtiger ist, den Kopf unter der Krone in Gebrauch zu nehmen. Wenn das geschähe, könnte Frieden entstehen und es wären Schritte möglich, alle Menschen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen.

Dann könnten wir Spuren des Reiches Gottes entdecken, das Jesus ersehnt hat. Und wer auf dem Weg ist, dieses Reich der Liebe mit aufzubauen, der, das ist sicher, hat nicht nö­ tig, sich eine Krone aufzusetzen; doch er hat sie verdient, mehr als die uns bekannten Herrscher der Nationen.

Gott segne Sie und Euch mit seinem guten heiligen Geist!
Dieser Geist der Liebe fülle das Leben aus und gebe in den kommenden Wochen Ihren Gedanken und Ideen die richtige Richtung.

Ihr / Euer Pastor Kawalla

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